für das abitur lernen
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In Deutschland ist das Abitur der höchste schulische Abschluss. Dieser Abschluss wird meist allen weiteren Schulabschlüssen vorgezogen und es werden fast alle beruflichen Aussichten damit eröffnet. Die Voraussetzung für ein Studium bei der Hochschule ist die allgemeine bzw. fachgebundene Hochschulreife. Sie ist die Voraussetzung für das Ergreifen von einem lukrativen akademischen Beruf. Es befähigt zu Arbeiten im Wirtschaftssektor und im gehobenen Staatsdienst sowie in sämtlichen Ausbildungsberufen. Mit dem Abitur wird die breitgefächerte Allgemeinbildung impliziert und dies bringt im täglichen Leben Vorteile und bessere berufliche Chancen. Gerade in jüngeren Jahren wissen viele noch nicht, was sie mit dem Leben anfangen möchten. Zunächst wird dann oft die Ausbildung gemacht, es wird etwas Solides gelernt und das eigene Geld verdient. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann oft gemerkt, dass das Abitur nicht schlecht gewesen wäre. Oft sollen die Karrierechancen schließlich ausgebaut werden und die mittlere schulische Bildung reicht dafür häufig nicht aus.

Die verschiedenen Wege zum Abitur

Es stehen verschiedene Möglichkeiten zum Abitur nachholen zur Verfügung. Jeder kann sich für verschiedene Bildungswege entscheiden und abhängig ist dies von den Lebensumständen und der Motivation. Es gibt beispielsweise das Abitur per Fernstudium, die Abiturkurse am Abendgymnasium oder der Abendschule und auch den Vollzeitunterricht am Kolleg. Wird ein Kolleg besucht, dann handelt es sich um eine Vollzeit-Variante. Erwachsene drücken dabei 30 bis 32 Stunden pro Woche die Schulbank. Als Vorteile ist die Struktur vorgegeben und für die Anpassung des Lernniveaus gibt es die Einführungsphase. Als Nachteil muss gesagt werden, dass es sich für das Nachholen des Abiturs um eine sehr starre Variante handelt. Es findet meist von Montag bis Freitag tagsüber statt und kann daher nicht mit dem Beruf verbunden werden. Die Fernschule oder das Fernstudium ist heute die modernste Variante, welche sich überwiegend im Internet abspielt. Hier sind generell nur wenige Präsenzzeiten notwendig. Der Vorteil ist hier die zeitliche Flexibilität und er Nachteil ist, das ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Motivation benötigt werden.

verschiedene wege lernenBei dem Online-Abitur handelt es sich um die Mischung einiger Lernoptionen. Am Computer wird das Training betrieben und bei dem Selbststudium ist jeder auf sich allein gestellt. Auch hier wird jedoch an den Präsenzterminen teilgenommen. Der Vorteil ist, dass es durch den Variantenreichtum an Lehrmethoden möglich ist, die Lehrinhalte auf eine vielfältige Art und Weise anzueignen. Der Nachteil ist, dass die Präsenzseminare obligatorisch sind und die Flexibilität minimieren. Außerdem kann das Online Abitur auch nicht in sämtlichen Bundesländern erworben werden. Das Abitur bei dem Abendgymnasium ist ähnlich dem Abitur am Kolleg. Die Schulzeit ist jedoch in den Abendstunden und nicht tagsüber. Vorteilhaft ist, dass bei dem staatlichen Abendgymnasium ein Abitur kostenlos erworben wird. Außerdem muss der Tagesablauf nicht ganz geändert werden. Allerdings wird der Tag länger und es ist eine Herausforderung, wenn nach dem Arbeitstag noch gelernt wird. Bei den privaten Abendschulen wird übrigens Schulgeld verlangt. Bei den Volkshochschulen wird nur die Vorbereitung zu der Externenprüfung angeboten, doch der Unterricht ist tagsüber und in den Abendstunden. Das Angebot an Volkshochschulen ist zwar flächendeckend, doch die Semestergebühren liegen bei bis zu 800 Euro. Die Herausforderungen und die Vorteile sind sonst analog zu den Abendgymnasien.

Die verschiedenen Anbieter

Beliebt ist das Abitur per Fernstudium bei der FEB. FEB ist dabei die Abkürzung für Fernakademie für Erwachsenenbildung. Es gibt dabei drei verschiedene Einstiegsstufen, welche an den Schulabschluss anknüpfen. 42, 36 oder 30 Monate kann die Studiendauer betragen und es gibt Unterricht in 14 Fächern. Es gibt Seminare für spezielle Prüfungsvorbereitungen und sonst gibt es Intensivseminare und Probeklausuren. Die Studiengebühren liegen dann bei etwa 4200 bis knapp 6000 Euro. Außerdem gibt es das Abitur bei der SGD. SGD ist dabei die Abkürzung für die Studiengemeinschaft Darmstadt. Geboten werden über 200 Fernkurse und jährlich werden mehr als 60.000 Studenten betreut. Der Abiturlehrgang profitiert von dem digitalen Campus und so können die Fachlehrer und Studierenden auf der Online-Plattform Kontakt aufnehmen und die Fragen besprechen. Bei 90 Prozent liegt die Erfolgsquote und je nach Zugangsvoraussetzungen kann das Abitur hier in 32 bis 42 Monaten absolviert werden. Unterricht findet in 19 Fächern statt und es sind 8 ergänzende Seminare im Angebot. Die Studiengebühren liegen hier bei 4500 bis knapp 6000 Euro.